Seit Anfang März baut das Team um Creator Lauand Omar auf dem Account @everlife_ig systematisch Spannung auf: Kandidatenbilder, immer mit derselben Frage-Antwort-Struktur („Is this Everlife? / This is… EVERLIFE.“). Mit dem neuen Teaser nimmt das Projekt konkrete Form an. Produziert wird in Berlin im @reel2reel.studio.

Die Prämisse: Die Teilnehmer treten in einem rätselhaften Reality-Wettbewerb an, um das Gesicht einer revolutionären neuen Social-Plattform zu werden – zumindest glauben sie das. Dieses Kursiv trägt die Serie. Die Zuschauer wissen mehr als die Figuren; Taglines wie „All eyes. All hours. All of you.“ legen eine Überwachungsebene nahe, die über einen gewöhnlichen Casting-Contest hinausgeht.

Das klingt erstmal nicht nach dem typischen Vertical Drama. Und genau das ist der Punkt.

Was Everlife anders macht

Die deutschsprachige Vertical-Serie aus Berlin, von Creator Lauand Omar und einem Team um Gina Carroccia, Caprice Crawford (Crawford Talents) und Zubeida Atris, inszeniert einen rätselhaften Reality-Wettbewerb: Die Kandidaten treten an, um „das Gesicht“ einer revolutionären neuen Social-Plattform zu werden und eine Million Euro zu gewinnen, zumindest glauben sie das. Was wirklich mit ihnen geschieht, bleibt offen. Taglines wie „All eyes. All hours. All of you.“ legen eine Überwachungsebene nahe, die weit über einen Casting-Contest hinausreicht.

Damit baut Everlife strukturell anders als der Markt, in dem es erscheint. Wo Romance-Eskalation und Wealth-Fantasy die Microdrama-Plattformen prägen, trägt hier dramatische Ironie das Genre-Hybrid aus Reality-Show, Sci-Fi und Komödie. Das ist nicht besser, sondern anders und jeder Gegenentwurf, der funktioniert, ist ein Beleg dafür, dass die inhaltliche Enge des Formats keine Eigenschaft des Mediums ist, sondern eine Frage dessen, was produziert wird.

Warum das im Vertical funktionieren kann

Aus zwei Gründen und beide passen zum Format. Erstens, weil Everlife seine Spannung nicht auf den nächsten Plot-Twist setzt, sondern auf eine einzige, größere Frage: Was ist Everlife überhaupt? Das Vertical lebt vom Sog, vom „Ich muss wissen, wie es weitergeht“. Eine Serie, die dieses Nicht-Wissen zum Prinzip erhebt, hat einen Motor, der über die einzelne Episode hinaus trägt.

Zweitens, weil die Mehrsprachigkeit das Publikum nicht streut, sondern abholt. Wer eine Figur in der eigenen Sprache sprechen hört, fühlt sich gemeint — nicht mitgedacht, sondern adressiert. Fünf Sprachen und ein Cast aus Creatorn mit je eigener Community heißt: Das Publikum ist nicht ein homogener Block, den man bewerben muss, sondern viele kleinere, die sich wiedererkennen.

Was das für das Format bedeutet

Everlife ist noch nicht gestartet und trotzdem lässt sich schon sagen, was es versucht: zu zeigen, dass Vertical Drama nicht auf ein einziges Genre und eine Formel festgelegt ist. Dass eine Serie das Format nicht über Milliardäre und Eskalation tragen muss, sondern über eine Idee und ein Rätsel. Dass ein mehrsprachiges, in Berlin produziertes Indie-Projekt im Hochkant ein Publikum finden kann, das sich anderswo nicht abgebildet sieht.

Für die Branche zeigt Everlife vor allem, dass sich das Vertical-Format neu und eigenständig denken lässt. Das Experiment hat begonnen. Zumindest glaubt man das.

Noch ist kein Episodenstart erfolgt; der Teaser signalisiert Aufbauphase. Für die Branche zeigt Everlife vor allem, dass sich das Vertical-Format neu und eigenständig denken lässt. Das Experiment hat begonnen. Zumindest glaubt man das.

Weitere Infos auf IMDB

​🎭 CAST
Sofia Bolotina – The Host
Karolina Lodyga – Contestant#2 Ericka
Amer El-Erwadi – Contestant#6 Damir
Ömer Filikci – Contestant#5 Emer
Joel Cederberg -The Investor
Lamis Ammar – Lammis Lammus
Leah Lavinia – Contestant#7 Lola
Tua El-Fawwal – Contestant#3 Alma
Noah Badjie – Contestant#1 Jason
Aristo Luis – Hausmeister
Linus Gomolka – Contestant#4 Aldo
Laura Maack – The Producer
Lourdes Tesfaghergis – Robot Girl
Patrice Griessmeier – The Stylist
Daniel Zorn – PA1
Caroline Tegethoff – Ericka Alberts

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